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Wunderbare Freundschaft begründetArtikel von Thomas Milz, Schorndorfer Nachrichten, 21. April 2008das könnte doch der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein: Das Blasorchester der 1. Schorndorfer Musik- und Tanz-Vereinigung und Schüler der Keplerschule gaben gerade ihr erstes Begegnungskonzert, das als gelungener und zukunftsträchtiger Auftakt einer musikpädagogischen Kooperation gefeiert werden muss. Die Grund- Haupt- und Werkrealschule Keplerschule ist seit dem laufenden Schuljahr zur Ganztagsschule geworden. Das bedeutet, dass zusätzliche Angebote für die Schüler bereitgestellt werden müssen. Die 1. SMTV dagegen ist immer auf Nachwuchs für ihr formidables Blasorchester erpicht. Zwei sich ergänzende Bedürfnisse also, die vielleicht irgendwie zusammengebracht werden könnten. Das dachten sich auch Rektor Dieter Leins von der Keplerschule und der 1. Vorsitzende der SMTV, Uwe Lehar. Die beiden sind gute Bekannte, so dass der Amtsweg zwar kurz war, die Vorbereitungszeit für dieses Projekt aber doch das letzte Dreivierteljahr in Anspruch nahm. Zu sehen und zu hören war jetzt also in der mit Eltern, Schülern und Verwandten gefüllten Künkelinshalle die erste gemeinsame Arbeitsprobe eines außergewöhnlichen Bündnisses. Musik - die gemeinsame Sprache lautete daher das Motto für einen engagierten Abend der Unterhaltung mit Schauspiel und Tanz, Gesang und Musik. Ein prächtig leuchtendes Gewusel auf der BühneZum Augenschmaus für alle Zuschauer geriet schon der Auftakt, nämlich eine szenische Darbietung der Bilderbucherzählung Die Königin der Farben. Da wuselten die Theatergruppen der Keplerschule, liebevoll von Geraldine Höbel und Karola Gross-Ostertag choreografiert, auf der Bühne mit fantasievollen Kostümen in prächtig leuchtenden Farben herum. Sie stellten in ausdrucksstarken Szenenbildern die Geschichte der gelangweilten Königin dar, die erst, nachdem sie die Farben vom Nebel verschlucken ließ, merkt, wie sehr sie ihr gefehlt haben. The Lion sleeps tonight hieß das von Bettina Brecht einstudierte Stück, mit dem danach die Chor- und Instrumental-AG, verstärkt durch Xylophon, Pauken und Rasseln aller Art, ein rhythmisch brodelndes Afrikagefühl intonierte. Zum ersten Mal gemeinsam musizierten die zukünftigen Partner dann mit dem anspruchsvollen, arabisierenden Winds of Morocco. Das Blasorchester unter der Leitung von Günter Martin Korst steigerte sich über zarte Flöten und schließlich immer schneller werdende Bläser in ein fast rituelles Wüstennacht-Soundgewirbel. Dabei war es toll zu beobachten, wie konzentriert und exakt die Instrumental-AG nach nur wenigen Proben bei ihren Einsätzen war. Mit einer Folge von drei Stücken machte das Blasorchester dann vor. sozusagen mit seiner Meisterschaft lockend, was man mit dem Erlernen eines Instrumentes alles erreichen kann. Fein abgestufte Klangfarben, eine finessenreiche rhythmische Souveränität und mitreißend hymnische Bläserriffs zeichneten etwa die Seagate Ouvertüre aus. Federnd-tänzerisch, mit aufmunternd warmen Bläsersätzen geriet die musikalische Friedensbewegung in Utopia. Rainbow Warrior schließlich, zu dem gleichzeitig ein Film über einen Greenpeace-Einsatz zur Rettung der Wale eingespielt wurde, machte deutlich, dass man mit Musik auch umweltpolitische Anliegen zur Sprache bringen und sich engagieren kann. Wieder gemeinsam dann der Schluss mit der Swing-Combo der SMTV und dem Chor der Keplerschule. Die Musiker locker und vertrackt jazzig, die Chor-Kids als gefährlich böse Buben und Mädchen in feuerroten T-Shirts; zusammen spielten und sangen Sie eine hörbar allen Beteiligten Spaß machende, knackige Version von Kurt Weils Mackie Messer. "Wir versprechen, es wird nicht das letzte gemeinsame Konzert gewesen sein", so Thomas Röder von der 1. SMTV zum Ende des gelungenen Konzerts und Anfang einer modellhaften Zusammenarbeit zwischen einem Verein und einer Schule. Informationen zum Kooperationsprojekt
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