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Farbtöne: Dekorativ, emotional und kritisch
Bericht der Schorndorfer Nachrichten
vom 11.12.2007, Autor: Thomas Milz
Farben
lautete das Motto der diesjährigen Jahresfeier der 1. SMTV in der
Künkelinhalle. Dabei gelang es den Orchestern und Tanzgarden nicht nur, mit
einem abwechslungsreich bunten, sondern auch durch ein anregend
nachdenkliches Programm bestens zu unterhalten.
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| Zur Begrüßung stimmte das Blasorchester unter der
inspirierten Leitung von Günter Martin Korst eine
Concert Fanfare an, um dann gleich mit
einer Carmen-Suite aus der Oper von
Bizet ihre feurig-satten Soundqualitäten vorzuführen. Den folgenden
Libertango von Astor Piazolla führte
Moderatorin Nicola Lang mit dessen Worten ein: "Der Tango - ein
trauriger Gedanke, den man tanzen kann." Entsprechend gefühlvoll zeigte sich
dann das Orchester und meisterte auch die vertrackten, unerlöst-nervösen
Tempoverschiebungen dieses berauschenden lateinamerikanischen Tanzes.
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Viel Mühe hatte sich Inge Beck bei den Farbstimmungen
der Kostüme und Uniformen der verschiedenen Tanzgarden gemacht. Da hüpften
dann die Jüngsten der Minigarde zu Butterfly
von Mariah Carey in schmucken Ballerinenkostümen mit buntem Kopfputz
herzallerliebst über die Bühne. Farben wurden an diesem Abend aber nicht
nur mit ihren dekorativen Eigenschaften, sonder auch in ihren emotionalen
und sozialen Bedeutungen vorgestellt. Schwarz und weiß etwa als manchmal
trennende Hautfarben. Fantasievoll stellte deshalb die Kleine Garde der
Neun- und Zehnjährigen zu Michael Jacksons Black
and White, in vielfarbigen Multikulti-Kostümen, ihre kleine
getanzte Friedensversion vom Zusammenleben der Hautfarben und Völker vor. |
| Verschiedene Klangfarben aus aller Welt stellte dann auch
das Jugendorchester vor. Da folgte auf das rhythmische Zulu-Traditional
Siyahamba eine Version der Filmmusik zu
Fluch der Karibik und schließlich eine
angeschrägte Jazz-Prelude von Chuck
Elredge. Man hörte da begeistert eine intensive Jugendarbeit im Verein ihre
reifenden Früchte präsentieren. |
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Zum Juventus Marsch zeigte sich dann die
Mittlere Garde unter Applaus, auch für die Schneiderin, zum ersten Mal in
ihren neuen blauen Uniformen. Blau, der Farbe des Meeres, waren dann auch
etliche Beiträge gewidmet
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| Vor allem aber der ergreifende Höhepunkt des Abends:
Rainbow Warrior. Die dramatische
musikalische Geschichte von Kees Vlak über eine atemberaubende Aktion
der Aktivisten von Greenpeace gegen einige Walfangschiffe wurde mit
Filmmaterial, nach der Musik zusammengestellt von Thomas Röder,
unterlegt. Parallel zum in der Künkelin-Halle vorgeführten Film spielte das
Blasorchester dann die Komposition des niederländischen Komponisten. Zu
sehen ist eingangs die Eleganz und Schönheit der Bewegungen der bedrohten
Wale und Tümmler im Meer. Brutal und chancenlos werden sie dann von den
riesigen Harpunengeschossen der Walfangflotten abgeschossen, so dass sich
das Meer blutrot färbt. Man sieht, wie Greenpeaceboote mit halsbrecherischen
Aktionen versuchen, die Fangschiffe zum Stoppen zu bringen und dabei mit
Wasserwerfern zum Kentern gebracht werden sollen. Dazu die Musik von Vlak,
die diese Szenen emotional noch verstärkt.
Die Aktion hatte für dieses Mal Erfolg. Zu sanfter Musik sehen wir die
Wale entkommen, mit ihren Flossen wie zum Dank und um weitere Hilfe bittend
winken. Eine überzeugende Programmidee von Orchesterleiter Korst, sich durch
Musik auch mit Themen zu beschäftigen, die vor allem auch viele Jugendliche
umtreiben.
Eine gelungene Jahresfeier, die Fest und Nachdenklichkeit harmonisch
miteinander zu verbinden wusste.
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Lehrgänge erfolgreich gemeistert
Für erfolgreich in den vergangenen Herbstferien absolvierte
Jugendlehrgänge wurden während der Feier folgende Jugendorchestermitglieder
geehrt:
Svenja Fahrner, Tobias Grundey, Timur Selvi,
Nadine Trautmann und Jan Klingenstein machten den D2-Lehrgang.
Lisa Klingenstein und Carmen Reinle waren in der höchsten
Jugendstufe, dem D3-Lehrgang, erfolgreich. |
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