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Frühjahrskonzert 2002

Einen Konzertabend der Extraklasse erlebten die zahlreichen Zuhörer am 1. April abends beim Frühjahrskonzert der 1. SMTV im Martin Luther Haus.

Bereits im 1. Teil gelang es dem Schülerorchester, die Besucher in seinen Bann zu ziehen. Souverän und ohne Lampenfieber meisterten die 35 jungen NachwuchsmusikerInnen, die seit ungefähr 2 Jahren zusammen musizieren, ihren ersten großen Konzertabend. Sei es bei Jamaican Farewell, oder bei der Titelmelodie zum Film Die Addams Family, immer glänzte das junge Orchester durch exakte Rhythmik und ausgewogene Harmonie.

Besonderer Höhepunkt waren The Songs of Africa, ein pfiffiges Arrangement originaler Melodien afrikanischer Volksstämme, zusammengestellt für Jugendblasorchester. Auch hier stimmten Intonation und Einsatzgenauigkeit eines jeden Registers, was das Werk für die Zuhörer zu einem wahren Ohrenschmaus machte.

Das Jugendorchester

Sarah führte durch den 1. Teil

Ebenfalls hoch motiviert und gekonnt präsentierten die jungen Musiker die White Eagle Ouverture, die an ein Jugendblasorchester höchste Anforderungen stellt. Mit lang anhaltendem Applaus wurden die ausgezeichneten Leistungen der Akteure belohnt. Dirigent Günter-Martin Korst bedankte sich für den Beifall, und betonte, dass dieser Erfolg nur durch intensive Probenarbeit, Spaß am Musizieren und vor allem durch das persönliche Engagement jedes einzelnen Jungmusikers an seinem Instrument zu erreichen ist.

Durch die rundum gelungene Präsentation stellte das Schülerorchester der 1. SMTV einmal mehr unter Beweis, dass in der vereinseigenen Bläserschule, mit inzwischen mehr als 80 Schülern, qualifizierte Jugendausbildung auf höchstem Niveau praktiziert wird. Ziel für die jungen MusikerInnen ist das Musizieren im Blasorchester der 1. SMTV, welches den 2. Teil des Konzertabends gestaltete.

Zur Eröffnung hatte sich das Orchester mit dem  Ungarischen Tanz von Tschaikowsky ein Stück ausgewählt, das keineswegs die alltägliche Form eines Tanzes bot. Gespickt mit rhythmischen Effekten und technisch schwierigen Passagen wurde von Beginn an höchste Konzentration von den Musikern gefordert. Mit  Utopia, einer Auftragskomposition für modernes Blasorchester, stellten die Instrumentalisten der SMTV ihre ganze Klasse unter Beweis. Ob locker perlende Holzbläsersequenzen, strahlende Trompetenklänge oder ein sonorer Bass- und Tenorsound, jede einzelne Instrumentengruppe des insgesamt harmonisch ausgewogenen Orchesters wurde unter der Leitung von Dirigent Günter-Martin Korst zu Höchstleistungen in Perfektion geführt.

Das Blasorchester der 1. SMTV

Die gesamte Klangvielfalt eines sinfonischen Blasorchesters spiegelte die Interpretation von Grainger's  Irish Tune from County Derry wieder. Die Phantasie über das Volkslied Londonderry Air versetzte die Zuhörer in eine lyrisch sensible Klangwelt, die förmlich zum Träumen ein lud. Die Musiker und Musikerinnen des Blasorchesters verstanden es gekonnt das intonatorisch sehr schwere Werk leicht und einfühlsam erklingen zu lassen.

Bühnenmusik im besten Sinne boten die immer wieder höchst konzentrierten Musiker bei Jim Steinmans Tanz der Vampire. Hier gelang es eindrucksvoll, die zuweilen düsteren, dann wieder hoffnungsvollen und jazzigen Musicalmelodien einzufangen und im ausgewogenen Orchesterklang zu präsentieren.

Die Rhythmustruppe

Dass es in der leider noch zu oft verkannten sinfonischen Blasmusik durchaus so richtig fetzig und rockig zugehen kann, zeigte das Orchester in der beeindruckenden Bearbeitung Mac Arthur Park, geschrieben vom amerikanischen Komponisten Jim Webb. Hier zogen die Musiker des Blasorchester der SMTV nochmals alle Register ihres musikalischen Könnens.

Für den lang anhaltenden Beifall des begeisterten Publikums bedankte sich Jugendorchester und Blasorchester gemeinsam mit dem romantischen Song for you, der den harmonischen Schlusspunkt dieses insgesamt rundum gelungenen Konzertabends setzte.

Als weiteren Höhepunkt des Abends konnte der 1. Vorsitzende Bernhard Maier eine ganz besondere Ehrung vornehmen: Inge Beck, Leiterin der Tanzgarde und der Musiker Uwe Lehar, gleichzeitig 2. Vorsitzender des Vereins, erhielten für dreißigjähriges aktives musikalisches Wirken die goldene Ehrennadel des Bundesverbands für Blasmusik. Für zwanzigjähriges aktives Musizieren wurden Stefanie Korst, Reiner Riedel, Thomas Riedel und Jörg Ullmann ausgezeichnet; eine Ehrennadel für zehnjähriges aktives Mitwirken erhielten Caroline Röder und Eva-Maria Stagel.